Logistikhalle Weihenstephan

Die Weihenstephaner Logistikhalle wurde als Neubau am Clemensänger-Ring 17 in Freising errichtet. Das Gebäude gliedert sich in folgende 6 Bereiche auf: Lagerflächen, bestehend aus 2 Lagerhallen, sowie einer überdachte Lagerfläche im Außenbereich; Kommissionierung; Kartonagenlager; Exportbereich zur Beladung der LKWs, mit Teeküche, WCs, Büroraum und Lagerraum; Staplergarage und –waschplatz; dreistöckiges Bürogebäude, bestehend aus fünf Büroräumen, einem Seminarraum, 2 Lagerräumen, 2 Teeküchen, 6 Technikräumen, sowie der notwendigen Sanitärräume (WCs, Duschen und Umkleiden).

Das Bürogebäude, der Exportbereich und die Staplergaragen wurden in Massivbauweise mit Wärmedämmverbundsystem errichtet, bei den Lagerhallen wurde eine Stahlrahmenbauweise angewendet. Das Gebäude erfüllt den energetischen Standard gemäß EnEV 2014.

Heizung:

Wärmebedarf des Gebäudes: ca. 189 kW
Der Wärmebedarf wird über drei Grundwasser-Wärmepumpen gedeckt. Die Heizungsregelung erfolgt dezentral über die witterungsgeführte Wärmepumpenregelung. Die Beheizung des Bürokomplexes erfolgt über alle Stockwerke mittels einer Fußbodenheizung, welche einzeln für jeden Raum regelbar ist. Die Lagerhallen und Staplergaragen werden mittels einer Industriebodenheizung Zonenweise tempereiert und gesteuert. Über zusätzlich eingebaute Komponenten kann in den Sommermonaten das komplette Gebäude mittels des Grundwassers passiv gekühlt werden. Die Serverräume werden zudem noch mit Split-Klima-Geräten aktiv gekühlt.

Abwasseranlagen:

Die Schmutzwasserfall- und Sammelleitungen im Gebäude sind komplett in schallgedämmten Kunststoffrohren ausgeführt. Für die innenliegenden Unterdruckentwässerungsleitungen wurden gusseiserne Rohre verlegt.

Wasserversorgung:

Die Trinkwasserinstallation im Gebäude ist komplett aus Edelstahlrohren ausgeführt. Die Dämmung der Rohrleitungen gemäß der gültigen EnEV bzw. für Kaltwasser nach DIN 1988 ausgeführt. Die Trinkwasserinstallation ist aus hygienischen Gründen „durchgeschliffen“ verlegt. An den Enden der jeweiligen Trinkwasserstränge sind automatische Spüleinrichtungen vorgesehen. Die Warmwasserbereitung erfolgt dezentral mittels elektrischen Durchlauferhitzern. Zum Schutz der Trinkwasserinstallation, sowie der Einrichtungsgegenstände ist eine Kalkschutz-Dosierung eingebaut.

Druckluft:

Für den Exportbereich war eine Druckluftanlage notwendig. Es wurde ein ölfreier Scroll-Kompressor mit integriertem Kältetrockner ausgewählt. Der maximale Betriebsdruck beträgt 8 bar, die Kapazität des Volumenstroms liegt bei 9,8 l/s. Die Druckluftleitungen sind aus nichtrostendem Stahl ausgeführt. Am Ende bei den Verbrauchern ist jeweils ein Kugelhahn mit einer Schnellverschlusskupplung installiert.

Lüftung:

Das Bürogebäude, der Exportbereich, sowie die Staplergaragen verfügen über separate Lüftungsgeräte. Die Regelung erfolgt jeweils über die vom Hersteller integrierte MSR.

Gebäudeautomation:

Die Regelung der jeweiligen Heizungs-, Sanitär- und Lüftungskomponenten erfolgten zum größten Teil autark über die jeweils integrierte Regelungstechnik. Für die Auslesung der Brunnenmessdaten und Weiterleitung an den Server, sowie die Taupunkttemperaturberechnung mit Auswertung für die maximale Vorlauftemperatur im Kühlfall wurde einen kleine zentrale MSR-Anlage installiert. Zudem wurden sämtliche Störmeldekontakte auf den Server aufgeschaltet.

Architekt | Technisches Büro Weihenstephan GmbH